Neo Geo Pocket announced

SNK Playmore arbeitet an einer neuen tragbaren Ausführung ihrer altehrwürdigen Neo Geo Konsole, bei der auf einem 2GB internen Speicher gleich 20 Spieleklassiker mitgeliefert werden sollen. Das Design sieht sehr nach iPhone 4 aus… ob das den Damen und Herren aus Cupertino nicht sauer aufstoßen wird? Alle obligatorischen Tasten, die ein uneingeschränktes Gaming versprechen sind mit an Deck und auch an einem SD-Slot sowie ein TV-Out wurde gedacht. Wenn die Meldung keine Ente ist, scheint es ein ziemlich schickes Teil zu werden.

[Via The Verge ]

Rubber – Review

Rubber_movie_poster

Erst einmal muss ich tief durchatmen. Die erste Movie-Review auf diesem Blog ist auch gleichzeitig der abgefahrenste Streifen, den ich bisher gesehen habe. Doch fangen wir mal von vorne an. Rubber ist ein Independet-Film von Quentin Dupieux, Musikenthusiasten auch bekannt als Mr. Oizo. Der Plot ist schnell erzählt: Rubber zeigt die Geschichte des Reifens (!) Robert, der eigentlich wie jeder normale andere Gummireifen ist, wenn er nicht eines Tages auf einem Schrottplatz zum Leben erwachen würde um fortan umherzurollen und sämtlichen Lebewesen mit telekinetischen Kräften die Schädel zerplatzen lassen würde. Warum er das tut? Reine Willkür der Filmemacher. Klingt nach nicem Indy-Gesplattere, ist es in gewisser Weise aber dann nur bedingt. Denn ihn auf dieses Genre zu reduzieren würde dem Film nicht gerecht werden. Denn was Herr Dupieux hier auffährt ist ein WTF-Metaebenen-Hauer und zwar von der absurdesten Sorte. Dass die WTF-Skala nach oben hin offen zu sein scheint, habe ich an anderer Stelle schon mal behauptet und dieser Film beweist es grade zu offenkundig. Er scheißt auf Erwartungshaltung und Sehgewohnheiten. Da wird ein Film im Film inszeniert, der dann doch nicht wirklich ein Film als vielmehr eine Liveperformance ist, aber warum und wieso, das weiß keiner und man bleibt mit tiefen Stirnfalten vor dem Fernseher sitzen. Da wird Leuten Ferngläser gereicht, mit der Bitte dem Geschehen wie ein Kinopublikum aus der Ferne zu folgen, nur damit diese darauf hin vergiftet werden, damit die Handlung enden kann, aber warum dies alles geschieht…reine Willkür. Da wundert es keinen mehr, dass es sich der Reifen in einem Sessel gemütlich macht um fern zu sehen oder eine Dusche nimmt. Fingierte Filmliebhaber mit einem Faible für David Lynchkes Filmemachen könnte es erfreuen, stellt es doch eine Hommage an der Willkür der Filmemacher und der Fehlinterpretation durch das Publikum dar. Die Splattereffekte kommen für eine FSK 16 Bewertung nicht zu kurz und die Kamera hält immer schön drauf, wenn anfangs Cola Flaschen, Kaninchen, Krähen und später Menschenköpfe zum Platzen gebracht werden. Apropos Kamera: Die Macher verwenden keine normalen Filmkameras sondern benutzen Digitale Spiegelreflex Kameras mit Videofunktion. Dadurch kommen ungewöhnliche Schärfen und Unschärfen im Film zustande. Auch sehr gelungen sind die Kamerafahrten, die das Rollen des Reifens schön in Szene setzen. Alles in Allem kann man den Film entweder hassen oder mögen. Ich war bei der ersten Durchsicht auch nicht schlüssig und erst beim zweiten Ansehen stellte sich etwas wie eine stille Begeisterung ein. Als Horrorfilm kommt er zu seicht daher, Als Splatterfilm taugt er nur bedingt, aber einen Achtungserfolg gebe ich ihn für die gewagte Gesamtidee, den Metaebenen und dass er die WTF-Latte neu ansetzt. Da ist es nur noch reine Formsache, dass der Film am Schluss mit einem Seitenhieb in Richtung Hollywood aufwartet. All in all: Nice Try!