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16bitblogger » 2012 » Oktober

Disneys The Black Hole

Gestern habe ich mir zum Ausklang des Abends mal einen Science-Fiction Klassiker reingezogen.  Disney’s The Black Hole fristete leider im Zuge des Star Wars Hypes Ende der 70er ein Schattendasein in George Lucas’ Space Opera. Zu Unrecht, denn dieser Klassiker spricht –ganz Disney-untypisch- ziemlich ernste Töne an und ist, zumindest audiovisuell, ein Meisterwerk. Immerhin bekam der Film von der Disney Führungsetage ein ähnlich hohes Budget zugesprochen wie Mr. Lucas für seinen Sternenkrieg. Die Liebe steckt hier im Detail und besonders die Designs der Raumschiffe wissen zu gefallen. Hier ist in jeder Szene die Essenz der Science-Fiction wie sie in den 70er Jahren gelebt wurde vertreten. Neben der utopischen Sichtweise der Zukunft sieht man sich hier auch philosophischen Frageansätzen konfrontiert.  Ich schreibe Ansätze, weil leider gerade auf philosophischer Ebene viel Potential verschenkt wurde. Denn aus dem ethisch fragwürdig handelnden, verrückten Antagonisten Dr. Hans Reinhardt (herrlich gespielt vom im Deutschen sich selbst synchronisierenden Maximilian Schell), hätte man durchaus noch etwas mehr machen können.

Die Story möchte ich kurz anreißen: Das Forschungsschiff USS Palomino ist im Weltall unterwegs, um bewohnbare Planeten zu entdecken. Dabei stößt ihr Bordcomputer V.I.N.CENT. L.F. 396 auf ein schwarzes Loch von nie gekannter Größe. Darüberhinaus beobachtet er ein in der Nähe der Singularität treibendes Raumschiff, das scheinbar nicht von der enormen Gravitation erfasst werden kann. Hierbei handelt es sich um die verschollen geglaubte USS Cygnus. Die Besatzung erkundet das vermeintlich verloren gegangene Schiff und trifft dabei auf Dr. Reinhardt, der mithilfe seiner Roboter künstliche Antigravitation erschaffen hat. Prompt bietet der Dr. ihnen Hilfe an, damit sie schnell ihr Schiff wieder startklar machen können um weiterzufliegen. Doch begeistert von den Errungenschaften Dr. Reinhardts erkunden diese, ohne seine Erlaubnis, weiter das Schiff und stoßen auf eine grauenvolle Entdeckung.

Die Schauspieler wurden alle mehr oder minder gut besetzt, bleiben jedoch die meiste Zeit sehr blass, da Maximilian Schell sie ganz klar an die Wand spielt.  Der Bordcomputer & Roboter V.I.N.CENT. begeistert durch seine philosophisch und linguistisch trickreichen Wortspiele. Die Kostüme der Roboter und der Helfer Dr. Reinhardts sind allesamt originell und besonders gut gelungen. Das allgegenwertige Art déco Design der Cygnus sticht angenehm hervor und weist auch heute noch gegenüber anderen Science-Fiction Produktionen einen ganz eigenen Glanz auf. Wer also auf der Suche nach einem Sci-Fi-Klassiker ist und weniger Wert auf spektakuläre Weltraumschlachen und Effektgewitter ist, dem sei dieser charmante Film wärmstens ans Herz gelegt.

Windows 8 – es ist da

Als technikbegeisterter 16Bitblogger bin ich natürlich neugierig und wähne mich zu den early adopters, was das ausprobieren neuer Systeme oder Software angeht. So habe ich mir am vergangenen Wochenende Windows 8 für unschlagbare 29,99 Euronen auf mein Win7-System gelegt. Dies soll jetzt hier aber keine Werbeshow werden, sondern ich wollte mal die ersten Eindrücke festhalten, die ich so gesammelt habe. Da wäre als erstes die vielzitierte, krasse Umgewöhnung zu früheren Windows Versionen. Ich muss sagen, dass sie mir jetzt nicht so überkrass vorkam wie allerorts behauptet. Wenn man erst mal ein wenig damit rumgespielt hat, läuft alles wie von selbst. Positiv fand ich die problemlose Übernahme sämtlicher Programme, Dateien und Einstellungen von Win7. Lediglich der Treiber meiner Webcam hat ein paar Mucken gemacht, aber ich habe auf der Logitech-Website schnell einen passenden neuen gefunden. Erster Gesamteindruck: Windows ist designtechnisch endlich Salonfähig geworden. Alles läuft butterweich und das Klicken auf die Kacheln ist mitunter stylisch animiert. Vieles fühlt sich einfach glatter und sauberer an als in früheren Versionen. Das eckige Design der Fenster finde ich auch nett anzusehen.  IE10 sieht auch minimalistisch, kantig, stylisch aus und ist dem Microsoftlern gut gelungen. Wäre ich nicht mit Chrome verheiratet, ich tät ihn glatt als Standardbrowser nutzen. Der mitgelieferte AppStore hat noch nicht viel zu bieten, jedoch hab ich die erste WordPress-App schon installieren können. Mit ihr macht das Verfassen eines Blogtextes gleich doppelt soviel Spaß. Sieht schön aus, tut was es soll. Perfekt. Wer jetzt gleich losheult und seinen Desktop vermisst, dem sei versichert, dass man jederzeit mit der Tastenkombi Windows+D auf den guten alten Desktop mit Taskleiste switchen kann. Lediglich der Startbutton fehlt…um ehrlich zu sein, müsste ich genau nachdenken, wann ich das letzte Mal überhaupt auf besagten Button klickte.

Das Betrachten von Bilder- und Videogalerien macht jetzt, dank der großzügigen Vorschaubilder, noch mehr Freude. Ganz besonders wenn man sein Notebook via HDMI an einen Full HD Fernseher anschließt. Da staunt auch die Oma beim durchscrollen der Familienalben ;)
Also erstes Fazit: eine gelungene Sache das neue Windows. Mal sehen wie es sich im Langzeittest bewährt. Noch bin ich sehr euphorisch.