Retroliebe: Gradius

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Achja meiner unverhohlenen Liebe zu 2D Shmups genügetuend, besitze ich noch eine PS2 mit diversen Shooter-Games. Und wer ebenso denkt und seiner Retroliebe eine Liebeserklärzung aussprechen möchte, der kann sich in der aktuellen M!-Games anschauen wie sowas gemacht wird. Übrigens haben die jüngst ihre Online-Präsenz gerelaunched, kanns ich sehen lassen: http://maniac.de/content/wir-lieben-gradius

Hier spricht mission Control

spsgeww

Mit der Landung des Shuttles Atlantis ging die Ära der US-Raumfähren am 21. Juli 2011 zu Ende. Wer  genug Kind im Manne ist und die ganze epische Geschichte des NASA-Shuttle-Programms nochmal nachspielen will, kann sich nun das Lego Space Shuttle ins Wohnzimmer holen.

Totally Houston we’ve got a problem IN YOUR FACE für ca. 110 Euronen bei eurem Spielwarenhändler.

3DS: Senran Kagura

Eine Girlie-Anime-Klopperei für den 3DS, welche so liebreizend aussieht muss eigentlich ein Pflichtkauf sein. Allerdings steht leider noch nicht fest, ob das Spiel im Westen veröffentlicht wird. Denn wegen Regionscode-Kacke wird es für Importspieler leider auch nichts so ohne Weiteres werden.

Der Trailer macht schon mal Lust auf mehr. Wer da nicht an Wackelpudding denkt …. ;)

Blast From The Past: The Great Giana Sisters

giana sisters

Es muss am Ende meiner Kindergartenzeit gewesen sein, als die Schwester eines Freundes einen C64 zu ihrer Kommunion bekam. Als wir dann im ersten Schuljahr waren, haben wir uns Nachmittags immer verabredet um bei Ihm an der Wundermaschine zu spielen. Anfangs durften wir nur zuschauen wie die Schwester und ihre Freunde spielten. Das war schon beeindruckend doch lange nicht befriedigend genug. Wir wollten selbst Hand an den Joystick legen und uns in die bunten Wunderwelten der frühen C64 Spiele entführen lassen. Eines Tages war es dann so weit. Die Schwester verlor das Interesse an dem Ding und uns waren Tor und Tür geöffnet. Wir haben sie alle gespielt, Winter Games, California Games, Burger Time, Teenage Mutant Ninja Turtles… doch ein Spiel haben wir immer ganz besonders geliebt und es ließ uns von Anfang an nicht mehr aus seinem Bann. Die Rede ist, wie könnte es an dieser Stelle anders sein, von The Great Giana Sisters.

Das Spiel wurde 1987 von der Spielschmiede Time Warp, welche zu dem Zeitpunkt kaum Bekanntheit erlangt hatte, entwickelt und von Rainbow Arts auf den Markt gebracht. Das Spiel an sich ist ein Jump ’n’ Run, welches ganz dreist vom Genre-Platzhirsch und erfolgreichstem Videospiel Super Mario Bros. abgeguckt worden ist. Man übernimmt alleine spielend als Giana oder zu zweit zusätzlich mit ihrer Schwester Maria die Rolle der titelgebenden Schwestern, läuft in typischer Manier von links nach rechts und meistert immer kniffligere Hüpfpassagen. Mario lässt also vornehmlich Grüßen. Da es für das C64 jedoch niemals ein Super Mario geben würde, brachte man das Spiel trotzdem auf den Markt (wahrscheinlich mit dem Gedanken keine direkte Konkurrenz zu Nintendo darzustellen). Das Game schlug von Beginn an ein wie eine Bombe und wurde für diverse Systeme portiert (u.a. Amiga 500 und Atari ST). Das kleine Softwareunternehmen Time Warp wurden europaweit bekannt und selbst in Übersee zeigte man reges Interesse an dem Titel. Nun war es nicht verwunderlich, dass auch Nintendo auf das Spiel aufmerksam wurde. Bei Big N sah man seine Markenrechte aufgrund der zu starken Ähnlichkeit der beiden Spiele verletzt und erwirkte gerichtlich, dass das Spiel fortan nicht mehr verkauft werden durfte. Alle sich noch im Handel befindlichen Titel mussten aus dem Verkehr gezogen werden.  Aber ab diesen Zeitpunkt erlangte das Spiel, nicht zuletzt durch den Rechtsstreit mit Nintendo und dessen Verkaufsverbot, endgültigen Kultstatus. Die wenigen Exemplare der Amiga 500 Version wurden zu begehrten Sammlerstücken (allerdings nur die Originalware, der Raubkopien-Markt florierte damals wie eh und je, sodass, glaub ich, jeder dieses Spiel besaß).

Für meinen Kumpel und mich hatte das Spiel einen Hauch von Magie. Springend und schießend bekämpfte man Gegner wie Eulen, Killerbienen, Löwen, riesige Spinnen und sogar fliegende Saurier.  Man mochte nicht eher aufhören, bis man es durchgespielt hatte. Tagelang kraxelten wir durch die immer schwieriger werdenden Levels. Und sogar heute noch finde ich die späteren Levels sehr fordernd und teilweise schwierig, da nicht selten nur pixelgenaues Springen gepaart mit perfektem Timing zum Erfolg führt. Ein weiteres besonderes Merkmal des Spiels war sein Soundtrack, welcher von niemand geringerem als dem C64-Musik-Guru Chris Hülsbeck komponiert wurde. Noch heute denke ich mit Wehmut daran, wie die Mutter meines Kumpels uns verzweifelt versucht hat an die frische Luft zu schicken, wir aber rotzfrech die Tür zum Zimmer abgeschlossen hatten. Ich hatte damals glaube ich meine erste Blase an den Händen aufgrund von verzweifelten Versuchen über die nächste Hürde in einem Computerspiel zu kommen. Ein unvergessener und bewegender Moment in meiner Computer- und Videospielkarriere.

Ein wahrer Blast From The Past!

Hail to the king baby

dknkm

Hätte ich fast vergessen: Gestern kam das wohl langlebigste Vaporware Game ever made auf den Markt. Fast schon glaubte kein Mensch mehr an dessen Release. Aufgrund mehrerer Entwicklerwechsel und immer weiteren Verschiebungen bis hin zum Bankrott von 3D Realms wurde es bereits totgesagt. Es galt schon als Tradition, Duke Nukem Forever jedes Jahr auf Platz 1 der Top-Vaporware-Spiele zu hiefen. Doch Totgeglaubte leben länger. Zumindest traf dies im Falle vom Duke wirklich zu. Gearbox Software hatte sich ein Herz gefasst und der Fangemeinde versprochen zu geben, wonach sie so lange lechtzte. Also kaufte man kurzerhand die Rechte und übernahm die Entwicklung von 3D Realms. Das fertige Produkt hab ich leider noch nicht gespielt. Ob es gut ist, k.a. … Eventuell werde ich es mir holen, steht aber noch nicht fest. Obwohl, gesehen haben muss man es ja mal zumindest. 

Also kommt an dieser Stelle kein Review (was ja sowieso dieser Tage JEDES Gaming Blog liefern wird). Stattdessen habe ich ein anderes Schmankerl für alle die den Duke von 1996 viel lieber mögen. Die Cheatcodes des Originals.

dncornholio  100% Health
dnstuff      alle Waffen, Schlüssel, Goodies
dnscotty###  Sprung zu Episode #, Level ##
dncoords     Koordinaten anzeigen
dnview       Außenansicht
dnunlock     alle Schalter, Türen toggeln
dncashman    Duke wirft mit Geld
dnitems      alle Schlüssel, Goodies
dnrate       Frame-Rate anzeigen
dnskill#     Schwierigkeitsgrad ändern
dnhyper      Steroide
dnmonsters   Monster abschalten
dnshowmap    Die ganze Karte zeigen
dnkroz       Duke wird unkaputtbar
dnclip       Clipping ausschalten
dnweapons    alle Waffen
dnkeys       alle Schlüssel
dndebug      Debug Modus

I’t’s ass kickin time!

Corporate Climber

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So ein Game habe ich noch für heute. Das Spiel Corporate Climber von [adult swim games], hat in mir den Ehrgeiz geweckt. Es handelt von einem einfachen Angestellten, der im Keller aufräumt und immer höher im Unternehmen aufsteigen muss. Dies wird ganz simpel durch das erreichen des nächsten Stockwerkes dargestellt. Doch halt! So simpel ist das Ganze dann doch nicht. Denn je nach Stockwerk bekommt ihr eine andere Aufgabe zugeteilt, die ihr bravourös erledigen solltet. Einhergehend mit jeder Beförderung bekommt ihr die passende Jobbezeichnung.

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Müsst Ihr im Keller noch als Klempner durch überlaufende Toiletten waten, habt ihr es in der Angestellten-Abteilung, ein paar Stockwerke höher, mit wütenden Handelsvertretern oder gar dem Finanzamt IRS zu tun. Dabei blüht dieses Siel nur so vor Ideenreichtum. Mal müsst ihr nervige Anrufe beantworten, mal über 100000 Spam-Mails verschicken. Seid ihr ganz oben in der Chefetage angelangt, könnt ihr eure ganze Belegschaft kündigen. Darauf werdet ihr kurzerhand von euren treuen Untergebenen gelyncht und werdet unsaft aus dem Fenster geschmissen. Ihr fallt die ganzen Stockwerke wieder hinunter und seid tot.

falling

Doch vorbei ist das Spiel dann noch lange nicht. Ihr erwacht in der Unterwelt und könnt nun wählen, ob ihr den Keller wieder betretet und den ganzen Aufstieg nebst höherem Schwierigkeitsgrad nochmal bestreitet oder ob ihr fortan in der Hölle Kariere machen wollt!  Letztere Möglichkeit ein wunderbar zynischer Paukenschlag an alle Manager die schon alles erreicht haben :P Aber Vorsicht: Der Schwierigkeitsgrad der Hölle hat sich gewaschen!

death

Robot wants kitty

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In Robot Wants Kitty übernehmt ihr die Schaltkreise und Subroutinen  eines kleinen Roboters, dem die Aufgabe zuteil wurde, die entflohene Katze seines Herrchens wiederzubesorgen. Ganz im Metroidvania-Prinzip startet ihr los um die Umgebung zu erkunden. Dabei trefft ihr schnell auf allerlei Alien-Getier. Ohne irgendwelche Fähigkeiten seid ihr auf euch allein gestellt. Doch schnell findet ihr Upgrades für euren Blechkammeraden, mit denen ihr nach und nach an Fähigkeiten reicher werdet. Mit den neuen Fertigkeiten erschließt sich euch dann nach und nach immer neue Bereiche des Areals. So könnt ihr zuerst die Aliens überspringen, später erledigt ihr sie mit eurer Laserwaffe.

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Das gesamte Spiel ist nicht besonders komplex und ihr seid schnell beim Zwischenboss, bzw. bei eurer Katze. Jedoch ist das Game liebevoll gestaltet und man hat sich sichtlich Mühe bei der Levelarchitektur gegeben. Von daher eine Spielempfehlung wenn ihr eine schnelle Runde Metroid-Feeling für zwischendurch braucht!

Indie Game Time: Cthulhu Saves The World

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Cthulhu ist aus seinem todesgleichen Schlaf in R’lyeh auferwacht und über die Welt hereingebrochen. Normalerweise würde dies das Ende der Menschheit bedeuten. Nicht jedoch in Zeybod Games Indie-Game-Streich Cthulhu Saves The World. Hierbei handelt es sich um ein liebevoll gemachtes RPG in oldschooliger 8 bzw 16 Bit Optik. Eine unbekannte Macht hat Cthulhu all seiner Kräfte beraubt und bedroht nun seinerseits die Welt. Das lässt er als einer der großen Alten nicht lange auf sich sitzen. Da ist es sonnenklar, dass Cthulhu die Erde retten will, seine Macht wiedererlangen, um dann seinerseits die Erde von allem Sterblichen zu tilgen (in einer fernen Zukunft, wenn die Gestirne günstig stehen). Mit zahlreichen Anspielungen aus H.P. Lovecrafts Werken und speziell dem Cthulhu-Mythos gespickt, weiß dieses Indie-Game für Kurzweil zu sorgen. Das Geschehen erinnert stark an Genre-Veteranen wie Final Fantasy oder Mystic Quest. Ihr schlüpft in die Haut des geschwächten Antagonisten und tut euch mit Verbündeten zusammen um eure schreckliche Macht wiederzuerlangen.

Bis es am Ende wieder heißt: Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.

Nintendo Wii U–First Look

Die neue Konsole von Nintendo heißt Wii U und streamt das Geschehen auf jeden einzelnen Controller, welche mit einem 6 Zoll Touchscreen daherkommen. Erstes Trailer Video von der E3 Pressekonferenz.

Blast FRom The Past: Tamagotchi

Wer kennt es noch? Der Marketing-Hit aus Fernost, der die Welt im Sturm eroberte und genau so schnell wieder ging. Die Rede ist von dem Ich-Pieps-Dich-Um-Den-Verstand-Nervtöter-Knuddel-Wuddel-Digi-Haustiersimulations-Spiel in Eierform Tamagotchi! Nur echt von Bandai.
Der Clou: Es simulierte ein aus einem Ei schlüpfendes… nun ja… Dings, welches irgendwie sehr knuddelig aussah, um das man sich liebevoll kümmern musste, sobald es seine virtuelle Geburt hinter sich gebracht hatte. Hier setzte die Firma Bandai auf den Beschützer- und Mutterinstinkt im Spieler, der sich fortan für das kleine Zuckerding verantwortlich zu fühlen hatte, es immer mit sich herumtrug, es fütterte wenn es hungrig war, es tätschelte, hegte und pflegte. Dies alles wurde auf einem kleinen 32 x 16 Pixel monochrom LC-Display realisiert. Da dieser Pixelhaufen ein Tierchen simulieren sollte, wurden bestimmte Gesten grafisch minimal umgesetzt um bestimmte Bedürfnisse oder Zustände des Tieres anzuzeigen. Da man nun nicht 24 Stunden auf sein Ei glotzen konnte, war eine Schlüsselanhänger Vorrichtung angebracht, so dass man seinen Zögling überall mit hinnehmen konnte. Hin und wieder piepste das Ding um anzuzeigen, dass möglichst schnell was getan werden musste. Die Steuerung war dementsprechend simpel. Hatte das Biest beispielsweise Hunger, musste man nur den entsprechenden Button drücken. Bei unsachgemäßer Handhabe konnte euer Tamagotchi sogar sterben.
Das eigentlich Besondere an Tamagotchi war jedoch nicht seine simple Spielmechanik (wobei diese sicherlich auch einen Reiz hatte), sondern viel eher der riesen Boom, den es auslöste. Jedes Kind wollte damals so ein Ei sein eigen nennen dürfen. Das Ur-Tamagotchi war beim Release im Jahre 1997 binnen eines Monats restlos vergriffen und Wartezeiten von bis zu drei Wochen waren keine Seltenheit. Hier keimte der Schwarzmarkt auf und allerhand billiger Klone überschwemmten die Regale der Händler. Allerdings hielt der Tamagotchi-Wahn nicht lange an und die Zielgruppe fand innerhalb weniger Monate keinen Gefallen mehr an dem Piepsei.

So verschwand das Tamagotchi genauso schnell wie es gekommen war, zurück ins Pixelnirvana!