Erst einmal muss ich tief durchatmen. Die erste Movie-Review auf diesem Blog ist auch gleichzeitig der abgefahrenste Streifen, den ich bisher gesehen habe. Doch fangen wir mal von vorne an. Rubber ist ein Independet-Film von Quentin Dupieux, Musikenthusiasten auch bekannt als Mr. Oizo. Der Plot ist schnell erzählt: Rubber zeigt die Geschichte des Reifens (!) Robert, der eigentlich wie jeder normale andere Gummireifen ist, wenn er nicht eines Tages auf einem Schrottplatz zum Leben erwachen würde um fortan umherzurollen und sämtlichen Lebewesen mit telekinetischen Kräften die Schädel zerplatzen lassen würde. Warum er das tut? Reine Willkür der Filmemacher. Klingt nach nicem Indy-Gesplattere, ist es in gewisser Weise aber dann nur bedingt. Denn ihn auf dieses Genre zu reduzieren würde dem Film nicht gerecht werden. Denn was Herr Dupieux hier auffährt ist ein WTF-Metaebenen-Hauer und zwar von der absurdesten Sorte. Dass die WTF-Skala nach oben hin offen zu sein scheint, habe ich an anderer Stelle schon mal behauptet und dieser Film beweist es grade zu offenkundig. Er scheißt auf Erwartungshaltung und Sehgewohnheiten. Da wird ein Film im Film inszeniert, der dann doch nicht wirklich ein Film als vielmehr eine Liveperformance ist, aber warum und wieso, das weiß keiner und man bleibt mit tiefen Stirnfalten vor dem Fernseher sitzen. Da wird Leuten Ferngläser gereicht, mit der Bitte dem Geschehen wie ein Kinopublikum aus der Ferne zu folgen, nur damit diese darauf hin vergiftet werden, damit die Handlung enden kann, aber warum dies alles geschieht…reine Willkür. Da wundert es keinen mehr, dass es sich der Reifen in einem Sessel gemütlich macht um fern zu sehen oder eine Dusche nimmt. Fingierte Filmliebhaber mit einem Faible für David Lynchkes Filmemachen könnte es erfreuen, stellt es doch eine Hommage an der Willkür der Filmemacher und der Fehlinterpretation durch das Publikum dar. Die Splattereffekte kommen für eine FSK 16 Bewertung nicht zu kurz und die Kamera hält immer schön drauf, wenn anfangs Cola Flaschen, Kaninchen, Krähen und später Menschenköpfe zum Platzen gebracht werden. Apropos Kamera: Die Macher verwenden keine normalen Filmkameras sondern benutzen Digitale Spiegelreflex Kameras mit Videofunktion. Dadurch kommen ungewöhnliche Schärfen und Unschärfen im Film zustande. Auch sehr gelungen sind die Kamerafahrten, die das Rollen des Reifens schön in Szene setzen. Alles in Allem kann man den Film entweder hassen oder mögen. Ich war bei der ersten Durchsicht auch nicht schlüssig und erst beim zweiten Ansehen stellte sich etwas wie eine stille Begeisterung ein. Als Horrorfilm kommt er zu seicht daher, Als Splatterfilm taugt er nur bedingt, aber einen Achtungserfolg gebe ich ihn für die gewagte Gesamtidee, den Metaebenen und dass er die WTF-Latte neu ansetzt. Da ist es nur noch reine Formsache, dass der Film am Schluss mit einem Seitenhieb in Richtung Hollywood aufwartet. All in all: Nice Try!
Filler Time: Darth Vader at Disneyland
Promovideo für das neue Disney-Event Star Tours
Star Wars Swimsuits
BlackMilkClothing hat nach den schicken Space Invaders Leggings nun diese zwei Badeanzüge für Damen herausgebracht, die von den allseits beliebten Droiden C-3PO und R2-D2 inspiriert wurden. Die Modelle hören auf die Namen Threepio und Artoo und können für jeweils 85$ erstanden werden.
Fictional Movie Poster from a Parallel Universe

Sean Harttner zelebriert Filme und huldigt sie, indem er seine ganz eigenen Remixe aus einem alternativem Paralleluniversum kreiert. In diesem spielt Marilyn Monre in Kill Bill mit, Jane Fonda schlüpft in die Rolle des weiblichen (!) Darth Vader, Mickey Rourke mimt den Mann aus Stahl von Krypton und Bruce Willis is motherfuckng Pac-Man. Auf seinem Blog hat er die schicken Poster veröffentlicht. Unter ihnen befinden sich auch zahlreiche Videospielverfilmungen, die es so nie gegeben hat. Schaut es euch an.
(via interweb3000)
Street Fighter TRONized
Der deviantart-Künstler BossLogic ist ein echter TRON Fan…und obwohl in letzter Zeit alles geTRONized wird und ich das eigentlich zum Erbrechen langweilig finde, muss ich dennoch auf seine Galerie aufmerksam machen. Die ist nämlich voller Street-Fighter-TRON-Remixe.
Anschauen!
16-Bit-Boys TV Guide to Xmas 2010
Für all diejenigen unter euch, für die Weihnachten vor Allem eines bedeutet, nämlich Filmhighlights pur, habe ich mal meine persönliche Hitliste zusammengestellt. Wer gerne die Feiertage fernab vom Schneeschippen, Vollfressen oder Geschenkewahn vor der Bildröhre (respektive Flat Screen) verbringen will, aber bei dem Überangebot an Filmen keine Lust hat sich einen Durchblick zu verschaffen, der kann sich ruhigen Gewissens an meine Empfehlung halten.
Fangen wir mit Heilig Abend an. Fast schon ein Muss stellt da natürlich Stirb Langsam dar, der pünktlich nach der Bescherung um 22.00 Uhr (Sat.1) serviert wird. Für alle die eine gute Portion Kritik an Konsumverhalten und Rollenverteilung über die Festivitäten zu schätzen wissen, empfehle ich -einen digitalen Kabelempfang vorausgesetzt- den eindeutig besten Weihnachtsfilm aller Zeiten um das Red Ryder Modelluftgewehr Fröhliche Weihnachten um 18.45 Uhr (TNT Film). Die verklärten Romantiker unter euch schauen natürlich Das Letzte Einhorn 20.15 Uhr (RTL II). Das ist es dann auch schon gewesen. Den Rest kann man nur als bibeltreuer Ökochrist nach einer ganzen Pulle Hustensaft ertragen.
Der erste Weihnachtstag hat da schon deutlich mehr zu bieten. Wiederholungstäter vergnügen sich mit Stirb Langsam 2 um 22.30 Uhr (Sat.1) sollten jedoch im Anschluss um 0.35 Uhr unbedingt rüber schalten zu Pans Labyrinth (Pro7). Wer so früh noch nicht vor dem Apparat sitzen will, dem empfehle ich um 23.20 Uhr den Thriller-Klassiker An einem Tag wie jeder andere (Bayern). Für die leicht fröhliche Slapstick-Unterhaltung am Nachmittag gibt’s den Bud Spencer & Terence Hill Marathon auf Kabel1. Man sollte dann aber nicht wegschalten, sondern gleich Spiel mir das Lied vom Tod um 20.15 hinterher schieben. Etwas kultiger geht’s ab 20.15 Uhr auf 13th Street zur Sache: Reservoir Dogs, From Dusk Till Dawn und Pulp Fiction geben sich dort die Klinke in die Hand.
Der zweite Weihnachtstag enttäuscht im Gegensatz zum ersten. Uneingeschränkt empfehlenswert ist hier nur The Green Mile um 20.15 Uhr (Vox). Freunde von Sequels schalten selbstverständlich Stirb Langsam Jetzt Erst Recht ein (natürlich Sat.1). Wer also aufgrund des Weihnachtsgelages seinen Rausch ausschlafen muss, der kann dies getrost an diesem tag tun. Fernsehtechnisch hat er da nichts verpasst. Schade Weihnachten schon gelaufen…NICHT! Denn ich habe noch einen ultimativen Tipp: Ab 20.15 Uhr strahlt FOX die komplette erste Staffel The Walking Dead am Stück aus. Zombies passen ja irgendwie zu Weihnachten, findet ihr nicht?
Allen ein frohes Fest!

