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16bitblogger » Marvel

Avengers Assemble

 

Mal ganz unter uns, es gab in letzter Zeit nicht viele Filme, die von mir das Prädikat Awesome bekommen hätten. Ob es daran liegen mag, dass man im Action-Krach-Wumm-Film-Bereich schon alles irgendwie mal gesehen hat oder ob Hollywood langsam die Ideen für wirklich neue Filme auszugehen droht, ich vermag es nicht zu sagen. Umso skeptischer war ich vor dem Release von The Avengers, hat man Vergleichbares in den letzten Jahren doch schon zuhauf serviert bekommen: Superhelden kloppen sich in einem Actionblockbuster.

Nach den zwei (wie ich finde) sehr guten Iron Man Filmen und dem unglaublichen Hulk, kam der noch gute Thor und der leider schwache Cap, welche für mich die Vorfreude auf den Film ein wenig trübten, da ich befürchtete Marvel, respektive Disney würden hier einfach nur ihr Soll nach Schema F abhaken und lieblos einen Superheldenfilm nach dem anderen raushauen. Noch dazu war ich mit der Zusammenstellung des Rächerteams nicht ganz einverstanden, aber das sind ja bekanntlich nur persönliche Vorlieben. Des weiteren fand ich die Figur des Hawkeye im Thor-Movie ein wenig farb- und facettenlos und hatte Angst, dass das alles irgendwie zu einer Captain America Show wird.

Was ich aber nun bei diesem Aufeinandertreffen der Superheldenoberliga geboten bekam, war ein nicht enden wollendes Feuerwerk der Unterhaltungskunst. Selten hat mir ein Film einfach von Anfang bis Ende konsequent gefallen. Was in anderen Filmen im Finale an Action aufgefahren wird, feuerten die Avengers schon in den ersten Minuten ab und kaum meint man nun sei alles Pulver verschossen, wird man eines Besseren belehrt und ich ertappte mich selber beim Aufsagen folgenden Satzes:  “Oh Boy I was so wrong!”

Wer Spider-Man 3 gesehen hat, der weiß, dass zu viele Charaktere in einem Film gnadenlos überladen sein können (zu viele Köche…ihr kennt das Sprichwort)  und bei dem man storytechnisch nicht jeder Figur voll Rechnung tragen kann. Ganz anders hier. Regisseur Joss Wheadon hat ein Händchen darin bewiesen, wie er jedem Superhelden im Film gerecht wird und jede Figur mit Respekt am Fan rüberzubringen weiß. Hier macht es einfach saumäßig Spaß, zuzusehen wie Tony Stark anderen seine Sprüche drückt, der Thor antiquiert daher schwadroniert oder der Cap sich noch nicht so wirklich in der modernen Zeit zurechtfindet. All dies sorgt für gewisse Reibereien zwischen den Protagonisten und man möchte irgendwie einfach dabei sein. Da wird ein Dr. Bruce Banner versucht aus der Fassung zu bringen, weil alle den großen Grünen in ihm sehen wollen. Es sind die kleinen, intelligenten Dialoge und die gezielt eingesetzten Humorelemente die den Film zwischen all der Action vom Einheitsbrei hervorheben lassen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die erste Aktion, in der die Helden zusammenarbeiten müssen, gekonnt in den Sand gesetzt wird. Aber das ist alles notwendig um das an Actiondynamik kaum zu überbietende Finale zu inszenieren, bei dem unsere Helden alles geben!

Was die Vorgänger-Filme des Marvel Cinematic Universe schon erahnen ließen, wird hier konsequent durchgezogen: Eine Comicverfilmung wie sie sein soll. Mit einem Bösen Erzfeind, der sich aus den tiefen des Universums erhebt und dabei eine tragikomische Person verkörpert, wird er doch selbst von einer höheren Macht dazu benutzt die Erde zu vernichten. Verdammt als Comic-Fan will man sogar sehen, wie halb New York in ein Schlachtfeld zwischen Alien-Invasoren und Superhelden verwandelt wird. Mit Drachenwesen. Laser. Und all so nem geilen Fuck. Da wird über manche Logiklücken hinweggesehen. Schließlich ist dies hier kein Nolan, sondern ein FUCK YEAH HULK SMASH of a MOVIE. Ich habe bisher noch keinen geileren Superhelden Film gesehen. Und Boy…ich hab sie alle geschaut!