Retroliebe: Gradius

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Achja meiner unverhohlenen Liebe zu 2D Shmups genügetuend, besitze ich noch eine PS2 mit diversen Shooter-Games. Und wer ebenso denkt und seiner Retroliebe eine Liebeserklärzung aussprechen möchte, der kann sich in der aktuellen M!-Games anschauen wie sowas gemacht wird. Übrigens haben die jüngst ihre Online-Präsenz gerelaunched, kanns ich sehen lassen: http://maniac.de/content/wir-lieben-gradius

Neo Geo Pocket announced

SNK Playmore arbeitet an einer neuen tragbaren Ausführung ihrer altehrwürdigen Neo Geo Konsole, bei der auf einem 2GB internen Speicher gleich 20 Spieleklassiker mitgeliefert werden sollen. Das Design sieht sehr nach iPhone 4 aus… ob das den Damen und Herren aus Cupertino nicht sauer aufstoßen wird? Alle obligatorischen Tasten, die ein uneingeschränktes Gaming versprechen sind mit an Deck und auch an einem SD-Slot sowie ein TV-Out wurde gedacht. Wenn die Meldung keine Ente ist, scheint es ein ziemlich schickes Teil zu werden.

[Via The Verge ]

Blast From The Past: The Great Giana Sisters

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Es muss am Ende meiner Kindergartenzeit gewesen sein, als die Schwester eines Freundes einen C64 zu ihrer Kommunion bekam. Als wir dann im ersten Schuljahr waren, haben wir uns Nachmittags immer verabredet um bei Ihm an der Wundermaschine zu spielen. Anfangs durften wir nur zuschauen wie die Schwester und ihre Freunde spielten. Das war schon beeindruckend doch lange nicht befriedigend genug. Wir wollten selbst Hand an den Joystick legen und uns in die bunten Wunderwelten der frühen C64 Spiele entführen lassen. Eines Tages war es dann so weit. Die Schwester verlor das Interesse an dem Ding und uns waren Tor und Tür geöffnet. Wir haben sie alle gespielt, Winter Games, California Games, Burger Time, Teenage Mutant Ninja Turtles… doch ein Spiel haben wir immer ganz besonders geliebt und es ließ uns von Anfang an nicht mehr aus seinem Bann. Die Rede ist, wie könnte es an dieser Stelle anders sein, von The Great Giana Sisters.

Das Spiel wurde 1987 von der Spielschmiede Time Warp, welche zu dem Zeitpunkt kaum Bekanntheit erlangt hatte, entwickelt und von Rainbow Arts auf den Markt gebracht. Das Spiel an sich ist ein Jump ’n’ Run, welches ganz dreist vom Genre-Platzhirsch und erfolgreichstem Videospiel Super Mario Bros. abgeguckt worden ist. Man übernimmt alleine spielend als Giana oder zu zweit zusätzlich mit ihrer Schwester Maria die Rolle der titelgebenden Schwestern, läuft in typischer Manier von links nach rechts und meistert immer kniffligere Hüpfpassagen. Mario lässt also vornehmlich Grüßen. Da es für das C64 jedoch niemals ein Super Mario geben würde, brachte man das Spiel trotzdem auf den Markt (wahrscheinlich mit dem Gedanken keine direkte Konkurrenz zu Nintendo darzustellen). Das Game schlug von Beginn an ein wie eine Bombe und wurde für diverse Systeme portiert (u.a. Amiga 500 und Atari ST). Das kleine Softwareunternehmen Time Warp wurden europaweit bekannt und selbst in Übersee zeigte man reges Interesse an dem Titel. Nun war es nicht verwunderlich, dass auch Nintendo auf das Spiel aufmerksam wurde. Bei Big N sah man seine Markenrechte aufgrund der zu starken Ähnlichkeit der beiden Spiele verletzt und erwirkte gerichtlich, dass das Spiel fortan nicht mehr verkauft werden durfte. Alle sich noch im Handel befindlichen Titel mussten aus dem Verkehr gezogen werden.  Aber ab diesen Zeitpunkt erlangte das Spiel, nicht zuletzt durch den Rechtsstreit mit Nintendo und dessen Verkaufsverbot, endgültigen Kultstatus. Die wenigen Exemplare der Amiga 500 Version wurden zu begehrten Sammlerstücken (allerdings nur die Originalware, der Raubkopien-Markt florierte damals wie eh und je, sodass, glaub ich, jeder dieses Spiel besaß).

Für meinen Kumpel und mich hatte das Spiel einen Hauch von Magie. Springend und schießend bekämpfte man Gegner wie Eulen, Killerbienen, Löwen, riesige Spinnen und sogar fliegende Saurier.  Man mochte nicht eher aufhören, bis man es durchgespielt hatte. Tagelang kraxelten wir durch die immer schwieriger werdenden Levels. Und sogar heute noch finde ich die späteren Levels sehr fordernd und teilweise schwierig, da nicht selten nur pixelgenaues Springen gepaart mit perfektem Timing zum Erfolg führt. Ein weiteres besonderes Merkmal des Spiels war sein Soundtrack, welcher von niemand geringerem als dem C64-Musik-Guru Chris Hülsbeck komponiert wurde. Noch heute denke ich mit Wehmut daran, wie die Mutter meines Kumpels uns verzweifelt versucht hat an die frische Luft zu schicken, wir aber rotzfrech die Tür zum Zimmer abgeschlossen hatten. Ich hatte damals glaube ich meine erste Blase an den Händen aufgrund von verzweifelten Versuchen über die nächste Hürde in einem Computerspiel zu kommen. Ein unvergessener und bewegender Moment in meiner Computer- und Videospielkarriere.

Ein wahrer Blast From The Past!

Retro-Liebe: Gun Lord

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Das NG:DEV.Team setz mal wieder voll auf Retro-Gaming und hält den allseits  beliebten Konsolen, dem Neo Geo und dem Dreamcast die Stange und versorgt sie mit neuem Ballerfutter. Nach den beiden Shoot Em Ups Last Hope und First Striker, die ebenfalls in den letzten Jahren für die betagten Konsolen auf den Markt kamen, ist es nur konsequent diese Linie weiterzuführen. Von Gun Lord wurden bis jetzt erst 4 Screenshots veröffentlicht, aber die lassen schon ahnen, wohin die Richtung geht.  Als Eurostyle Plattformer deklariert, wissen eingefleischte Retro-Zocker sofort worum es geht: Ein Ehrenerweis an den Genreklassiker Turrican von der deutschen C64-Entwickler-Legende Manfred Trenz (u.a. Giana Sisters).

Classic Game Review: Gradius III

 

Gradius! Für keine andere Spielreihe empfinde ich mehr Faszination und zugleich tiefste Abscheu. Warum das so ist, werde ich euch in dieser Classic Game Review einmal näher bringen. Vielen dürfte Gradius ein Begriff sein. Besonders unsere Hardcore Shoot ‘em up-Fans bekommen feuchte Augen bei diesem Namen. Für diejenigen unter euch, die sich nur rudimentär mit dem Spiel auskennen, hier ein kurzes Refresh:
Der erste Teil erschien 1985 als reiner Arcade-Titel und war ein klassisches seitwärts scrollendes Shoot ‘em up-Game, dass, seines großen Erfolgs geschuldet, auch auf zahlreichen Heimcomputern und Konsolen umgesetzt wurde. Die grundlegendste Charakteristik des Spiels ist neben dem Abschießen der Gegner, das seinerzeit revolutionäre Power-Up-System. So passiert es, dass Widersacher, die man soeben ins Nirvana gepustet hat, einen leuchtenden Gegenstand hinterlassen, welche beim Einsammeln den Power-meter am unteren Bildschirmrand um ein Kästchen weiter setzt. Jetzt kann man sich entscheiden ob man die Waffe oder das Speed-up in dem Kästchen auswählt oder man auf durchschlagendere Waffen “spart”.

Doch kommen wir jetzt zur Story von Gradius III und die ist, wie sollte es anders sein, sehr retro (um nicht zu sagen altbacken). Es geht wieder mal um den Kampf gut gegen böse. Bacterion, ein riesiges Gesicht mit einem überdimensioniertem Gehirn und seines Zeichens Oberbefehlshaber der gegnerischen Streitkräfte, den Bacterians, erscheint, nachdem man ihm in Gradius 1 den Garaus gemacht hat, aus dem interstellaren Raum und bedroht mit seiner Übermacht an Untergebenen den Planeten Gradius. Schnell laufen die orbitalen Frühwarnsysteme an und der unerschrockene Held setzt sich erneut hinter das Steuer des legendären Raumjägers Vic Viper um den Jungs (und Mädels) des Bacterian Empires zu zeigen, wer den geilsten Laserblaster hat.

Die auffälligste Neuerung bei GIII ist das frei gestaltbare Power-up System. Man kann nicht nur eins von verschiedenen vordefinierten Schemata wählen, sondern mischt sich fröhlich aus Missile, Double, Laser, Shield und Special Power Up sein ganz eigenes Waffensystem zusammen. Dies gibt dem Spiel eine besondere, taktische Note. Mir ist es leider noch nicht gelungen, DIE Überbewaffnung herauszufinden, da diese auch sehr levelspezifisch ausfällt und die Bewaffnung nur zu Beginn seines intergalaktischen Kreuzzuges ausgewählt werden kann.

Die Steuerung ist sehr sauber umgesetzt, man bedient seinen Gleiter lediglich mit dem Steuerkreuz zum fliegen. Ein Button wird auf die Bordkanone verwendet, einer für die sekundären Missiles und ein Knopf zur Auswahl des Waffenupgrades. Zu Beginn eines jeden Levels kommen ein paar Wellen Gegner hereingeflogen, die sich leicht abschießen lassen und sich prima zum Aufstocken seiner Bewaffnung eignen. Jedes Level hat darüber hinaus seine ganz eigenen grafischen Besonderheiten und dementsprechende Gegnertypen. Abgeschlossen wird jede Stufe mit einem fetten Endgegner, der nur so mit Laserfeuer, Raketen und sonstigen Energieentladungen um sich ballert.

Das ist alles sehr hübsch 16-Bit, bunt und soundtechnisch toll umgesetzt. Die fein modelierten Pixelgrafiken erhöhen den Herzschlag eines jeden Retro-Geeks wie mich. Warum ich dieses Spiel dennoch verabscheue? Es lässt mich nicht gewinnen! Es ist nicht nur bockschwer, es besitzt einen Schweirigkeitsgrad der direkt aus der Hölle stammen muss! Ich verliere ja nicht schnell die Nerven, aber wenn man das Spiel auf dem Schwierigkeitsgrad “easiest” mit 9 Leben anzockt und nicht mal den Endgegner des 2. Levels zu Gesicht bekommt ohne verkrampfte, verschwitzte Finger oder Blasen an selbigen vom Triggern zu bekommen, dann ist da irgendwas falsch gelaufen. Stupides Auswendiglernen der Gegnerformationen und der Reheinfolge ihrer Erscheinungen und Positionen hilft da sicherlich. Und auch das Vorgehen nach dem Trial & Error-Prinzip bringt einen weiter, aber will man das? Spätestens bei dem 25. Versuch das dritte Level zu schaffen, habe ich resigniert und überlasse dieses Spiel den gnadenlosen Shoot ‘em up-Cracks, vor denen ich die allergrößte Hochachtung habe!

Fazit: Eigentlich geiles Spiel, welches aber nur mit Nerven aus Drahtseilen spielbar ist!

Classic Game Review: Demon Attack

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Als ich noch ein kleiner Knabe war und von Videospielen soweit entfernt gewesen bin wie der Saturn von der Erde, da ereignete es sich, dass eines Abends mein Vater von der Arbeit nach Hause kam, mit einer großen Tüte in der Hand, in der lauter wundervoller Dinge drin gewesen sind. Ein Arbeitskollege hatte den Atari VCS 2600 seines ältesten Sohnes für nen Appel und n’ Ei mit reichlich Zubehör und Games an meinen Vater verkauft (Es wird irgendwas zwischen 1988 und 89 gewesen sein, zu der Zeit war das System gnadenlos veraltet und hatte noch lange nicht den Nostalgie-Wert, den es heute innehält). Meine Mutter quittierte den Kauf mit einem obligatorischen Augenrollen, was sie jedes Mal tat, wenn mein Vater mir und meinem Bruder (überflüssigerweise – wie sie fand) neues Spielzeug gekauft hatte. Neben zahlreichen hochkarätigen Videospielklassikern – darunter Pac-Man, Space Invaders, Frogger um einige zu nennen – blieb mir ein Spiel ganz besonders in Erinnerung. Es war Demon Attack von Imagic. Es war ein typischer Shooter, wie er seinerzeit oft vorzufinden war: Ein Bodengeschütz, welches sich jedoch in der horizontalen Richtung bewegen konnte, schießt auf hereinstürzende Alien Invasoren.

Was dieses 1982 erschienene Shmup von den anderen unterschied, war die, für den Atari 2600, fortschrittliche Grafik. Sehr feine Pixel, geschmeidige Bewegungsabläufe und eine, für damalige Verhältnisse, recht farbenfrohe Darstellung. Auch das Setting weiß zu überzeugen. So muss der Protagonist, welcher sich auf dem Eisplaneten Krybor befindet, seine Heimat vor der Invasion interstellarer Dämonen beschützen und klemmt sich hinter das Steuer seines Protonenlasergeschützes. Die Feinde kommen in satten 84 Angriffswellen über den Spieler regelrecht hereingebrochen. Pro Wave gilt es acht Gegner zu erledigen, von denen lediglich drei gleichzeitig auf dem Schirm erscheinen. Wird ein Dämon gekillt, rematerialisiert sich sofort ein weiterer. Auch werden sie von Welle zu Welle schwieriger zu besiegen, indem Sie schneller werden, in erhöhter Frequenz auf den Spieler schießen und sich sogar in späteren Inkarnationen bei einem Treffer in zwei kleine Dämonen teilen, die schwierigere Ziele abgeben und sich zu allen Überfluss in bester Kamikaze-Manier auf den Spieler stürzen.

Dieser Shooter gehörte seinerzeit zu den erfolgreichsten Spielen auf dem VCS 2600 und war sicherlich Imagics rumreichstes Game. Allein die Motivation, nach jeder Angriffswelle neuartige Aliendämonen zu Gesicht zu bekommen, machte es zu einem besseren Space Invaders und ließ die Alien-Kollegen wie lahme Opas erscheinen. Von der höheren und besseren Dynamik des Spiels ganz zu schweigen. Und… was soll ich sagen, schaut euch mal das Artwork auf der Spielverpackung an… Spielzeugdinosaureier mit Modellbauraketen & Shit painted in silver and flying through time and space! – Holy F*ckin Sh*t!

Wer sich also eine sneake Retro-Spielsammlung anschaffen will, der bekommt hier eine uneingeschränkte Empfehlung. Dieses Spiel sollte nicht fehlen!

Mario Bros 3 World-Map 2 Cross Stitch

mariomap

Cross-Stitch-Ninja hat diese atemberaubende wie geniale Kreuzstichstickerei der bekannten zweiten Welt aus Super Mario Bros. 3 angefertigt.

Den Work-In-Progress sowie weitere ihrer Werke kann man sich auf ihrem flickr-Stream zu Gemüte ziehen.

Pixel Scrubs

Bei redbubble gibt’s jetzt deine Lieblingsärzte pixelized auf einem T-Shirt zu kaufen!

Da wünscht man sich doch glatt das passende Point & Click Adventure zur Serie.