Warning: mysql_fetch_array(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /home/www/web343/html/wp-content/plugins/nstatistics/classes/stats-parser.php on line 268
16bitblogger » Science-Fiction

Disneys The Black Hole

Gestern habe ich mir zum Ausklang des Abends mal einen Science-Fiction Klassiker reingezogen.  Disney’s The Black Hole fristete leider im Zuge des Star Wars Hypes Ende der 70er ein Schattendasein in George Lucas’ Space Opera. Zu Unrecht, denn dieser Klassiker spricht –ganz Disney-untypisch- ziemlich ernste Töne an und ist, zumindest audiovisuell, ein Meisterwerk. Immerhin bekam der Film von der Disney Führungsetage ein ähnlich hohes Budget zugesprochen wie Mr. Lucas für seinen Sternenkrieg. Die Liebe steckt hier im Detail und besonders die Designs der Raumschiffe wissen zu gefallen. Hier ist in jeder Szene die Essenz der Science-Fiction wie sie in den 70er Jahren gelebt wurde vertreten. Neben der utopischen Sichtweise der Zukunft sieht man sich hier auch philosophischen Frageansätzen konfrontiert.  Ich schreibe Ansätze, weil leider gerade auf philosophischer Ebene viel Potential verschenkt wurde. Denn aus dem ethisch fragwürdig handelnden, verrückten Antagonisten Dr. Hans Reinhardt (herrlich gespielt vom im Deutschen sich selbst synchronisierenden Maximilian Schell), hätte man durchaus noch etwas mehr machen können.

Die Story möchte ich kurz anreißen: Das Forschungsschiff USS Palomino ist im Weltall unterwegs, um bewohnbare Planeten zu entdecken. Dabei stößt ihr Bordcomputer V.I.N.CENT. L.F. 396 auf ein schwarzes Loch von nie gekannter Größe. Darüberhinaus beobachtet er ein in der Nähe der Singularität treibendes Raumschiff, das scheinbar nicht von der enormen Gravitation erfasst werden kann. Hierbei handelt es sich um die verschollen geglaubte USS Cygnus. Die Besatzung erkundet das vermeintlich verloren gegangene Schiff und trifft dabei auf Dr. Reinhardt, der mithilfe seiner Roboter künstliche Antigravitation erschaffen hat. Prompt bietet der Dr. ihnen Hilfe an, damit sie schnell ihr Schiff wieder startklar machen können um weiterzufliegen. Doch begeistert von den Errungenschaften Dr. Reinhardts erkunden diese, ohne seine Erlaubnis, weiter das Schiff und stoßen auf eine grauenvolle Entdeckung.

Die Schauspieler wurden alle mehr oder minder gut besetzt, bleiben jedoch die meiste Zeit sehr blass, da Maximilian Schell sie ganz klar an die Wand spielt.  Der Bordcomputer & Roboter V.I.N.CENT. begeistert durch seine philosophisch und linguistisch trickreichen Wortspiele. Die Kostüme der Roboter und der Helfer Dr. Reinhardts sind allesamt originell und besonders gut gelungen. Das allgegenwertige Art déco Design der Cygnus sticht angenehm hervor und weist auch heute noch gegenüber anderen Science-Fiction Produktionen einen ganz eigenen Glanz auf. Wer also auf der Suche nach einem Sci-Fi-Klassiker ist und weniger Wert auf spektakuläre Weltraumschlachen und Effektgewitter ist, dem sei dieser charmante Film wärmstens ans Herz gelegt.